Trinkwasser nachfüllen - Plastikmüll vermeiden

Trinkwasser nachfüllen - Plastikmüll vermeiden

Flasche zum Wiederbefüllen
Trinkflaschen auffüllen, Plastikmüll vermeiden: Der heimische Trinkwasserversorger Hochsauer-landwasser GmbH (HSW) beteiligt sich mit seinen Kundencentern in Meschede, Bestwig und Ols-berg an der weltweiten "Refill"-Initiative. Bildnachweis: Hochsauerlandwasser GmbH
Meschede/Olsberg/Bestwig. Plastikmüll und Einweg-Behälter vermeiden - und statt dessen Trinkflaschen auffüllen: Das ist der Grundgedanke der weltweiten “Refill”-Initiative. Dabei macht nun auch der heimische Trinkwasserversorger Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) mit: In den HSW-Kundencentern in Meschede, Olsberg und Bestwig können sich Interessierte eine mitgebrachte Trinkflasche kostenlos mit Trinkwasser auffüllen lassen.

“Leitungswasser ist die hochwertige und wirtschaftliche Alternative zu teurem Wasser aus Plastikflaschen”, erläutert Robert Dietrich, Technischer Geschäftsführer der HSW. Denn Wasser in Einwegflaschen komme gleich doppelt “teuer zu stehen”: Zum einen beim Kauf - und zum anderen, wenn Plastikmüll in den Wasserkreislauf gelangt. “Plastikabfälle zersetzen sich bekanntermaßen nicht - und so können sie die Umwelt über extrem lange Zeiträume belasten.” Plastikmüll in Gewässern sei zu einem weltweiten Problem geworden - wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge gelangen jährlich rund acht Millionen Tonnen entsprechender Abfälle in die Ozeane. Besonders tückisch: So genannte Mikroplastik - Kunststoffe, die kleiner als fünf Milimeter sind. Sie reichern sich in der Nahrungskette an - “und kommen auf diese Weise irgendwann wieder bei demjenigen an, der die Abfälle auch verursacht hat; beim Menschen”, so Robert Dietrich.

Um den Wasserkreislauf zu entlasten, sei es deswegen wichtig, Plastikmüll erst gar nicht entstehen zu lassen. Hier setzt die Initiative “Refill” an, die ursprünglich aus England stammt: Seit dem Jahr 2015 stellen dort Geschäfte und Einrichtungen ihren Wasserhahn zur Verfügung. Jeder, der will, kann sich dort Leitungswasser abfüllen. Nur eine Flasche muss man selbst mitbringen. Der Plan: Wenn jeder seine Flasche wiederverwendet, anstatt sie wegzuschmeißen, führt das zu weniger Müll. Die Plastik-Verschmutzung im Ozean soll so verringert werden.

Auch in Deutschland findet „Refill“ immer mehr Anhänger. Das heimische Kommunalunternehmen HSW unterstützt den Gedanken und beteiligt sich nun ebenfalls: An den Kundencentern in Meschede (Gewerbegebiet Enste), Bestwig (Bürger- und Rathaus) und Olsberg („Alte Post“ in Bigge) befindet sich seit kurzem der „Refill“-Aufkleber, der die Projekt-Partner kennzeichnet. Der hellblaue Aufkleber zeigt einen Wassertropfen und trägt die Aufschrift „Refill-Station - Kostenfrei Trinkwasser“. Jeder Interessierte kann sich hier eine mitgebrachte Trinkflasche kostenlos mit Trinkwasser auffüllen lassen. Es sei natürlich nur ein kleiner Baustein, den man damit zur Vermeidung von Plastikmüll beitragen könne, so Christoph Rosenau, Kaufmännischer Geschäftsführer der HSW: „Ganz wichtig ist es aber auch, dass wir mithelfen können, bei jedem Einzelnen das Bewusstsein zu schaffen, dass es im Grunde nicht schwer ist, auf Einwegbehälter zu verzichten.“ Weitere Informationen zur Initiative „Refill“ gibt es unter www.refill-deutschland.de im Internet.
 
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