Fachhochschule Südwestfalen und Berufskolleg Olsberg informiert regionale Unternehmen über Industrie 4.0 Aktivitäten

Fachhochschule Südwestfalen und Berufskolleg Olsberg informiert regionale Unternehmen über Industrie 4.0 Aktivitäten

Die kommunalen Wirtschaftsförderungen des Altkreises Brilon luden am 22. November 2017 Unternehmen der Region zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Industrie 4.0“ der Fachhochschule Südwestfalen und des Berufskollegs Olsberg ein. Mehr al 40 Unternehmensvertreter kamen nach Olsberg ins Berufskolleg und diskutierten mit Vertretern beider Institutionen über die erforderlichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Qualifizierung von Mitarbeitern und Unternehmen, um die Chancen der digitalen Wirtschaft wahrnehmen zu können.

Der Olsberger Bürgermeister Wolfgang Fischer wies bereits in der Begrüßung auf die Notwendigkeit der Digitalisierung und die damit verbundenen Maßnahmen hin.

Prof. Jürgen Bechtloff von der Fachhochschule Südwestfalen stellte nach einer Einführung über die Chancen von Industrie 4.0 die Transfer-Factory vor. Diese Modell-Produktionsanlage am Standort Meschede ist in der Region einzigartig. Sie ermöglicht Studierende und Partner der Fachhochschule umfassende Möglichkeiten in Forschung und Lehre nahezu alle Aspekte einer Industrie 4.0 Produktion kennenzulernen.

Kleine und mittelständige Unternehmen müssen sich ebenso auf die Chancen der Digitalisierung einstellen, wie große Unternehmen. Das ERFRE Projekt „Mittelstand 4.0 Südwestfalen“ und das vom Bund geförderte in Gründung befindliche Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 in Siegen soll die KMU dabei unterstützen. Dipl.-Ing. Jürgen Burghardt von der FH-Südwestfalen stellt das Projekt Mittelstand 4.0 vor und lud alle Unternehmen ein, sich an den geplanten Verbundprojekten zu den Themen Arbeitswelt 4.0, IT-Datensicherheit, Technologie und neue Geschäftsmodelle teilzunehmen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde die zukünftige Rolle der Berufskollegs des HSK durch die Vertreter des Berufskollegs Olsberg, Herr Franke und Herr Dietrich, dargestellt.

Herr Dietrich stellte den aktuellen Stand des Themenbereiches repräsentativ für die 5 Berufskollegs des Hochsauerlandkreises vor. Im Rahmen des sich derzeit bildenden Regionalen Beruflichen Bildungsnetzwerkes des HSK (RBBN) spielt das Thema Digitalisierung 4.0 eine zentrale Rolle. Die mehrdimensionale Vernetzung der Schulstandorte geht dabei über die klassischen Kooperationen hinaus. Das Ziel dieses Verbundes soll sein, dass zukünftig die Auszubildenden und Schüler an den verschiedenen Standorten miteinander durch Smart-Technologien online kooperieren können, um zukünftige Arbeitsprozesse und Arbeitsverfahren zu erlernen. Industrie 4.0 wird zu einer Verschiebung von Tätigkeitsprofilen und völlig neuen Arbeitsinhalten führen.

Basierend auf dem aktuellen Koalitionsvertrag der Landesregierung NRW sowie verschiedensten Publikationen der Kultusministerkonferenz etc., in welchen Bekenntnisse zur Installation von modernen Technologien in Bildungseinrichtungen formuliert sind, beschrieb Herr Franke die zukünftigen Möglichkeiten, diese Ziele zu erreichen. Durch eine intelligente Infrastruktur, wie z. B. die Errichtung einer Smart-Factory am Berufskolleg Olsberg - einem Demonstrator, mit dem zukünftige Produktionsprozesse dargestellt und simuliert werden können - wurden die vielseitigen Facetten moderner Bildung dargestellt. Um diese Zukunft zu realisieren, ist es jedoch notwendig, dass auch die heimische Industrie und das Handwerk ihre Perspektiven, Wünsche und Anforderungen benennen, um sie in diesen gestalterischen Prozess der Zukunft konstruktiv mit einzubinden.

In der Zusammenfassung wurde deutlich, dass auf allen Ebenen, in der beruflichen Ausbildung, in Forschung und Lehre an Hochschulen sowie durch die Unterstützung von Change-Prozessen durch Verbundprojekte mit Unternehmen gemeinsame Anstrengungen auf den Weg gebracht wurden, um Industrie 4.0 zu realisieren. Die Wirtschaftsförderungen der Städte erfüllen zudem durch ihre Nähe zu den Unternehmen eine wichtige Rolle als Vermittler und Koordinator in diesen Prozessen. „Für uns war es wichtig, dass unsere heimischen Unternehmen erfahren, welche Kompetenzen und welches Know-How zum Thema Digitalisierung in unserer Region, also praktisch vor ihrer Haustür, verfügbar sind und nur darauf wartet, von den Unternehmen aktiv genutzt zu werden.“, so die Wirtschaftsförderer.

Die Veranstaltung wurde als Kooperationsveranstaltung der kommunalen Wirtschaftsförderungen, Berufskollegs Olsberg und der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede durchgeführt.

Weitere Informationen erhalten Sie vom Koordinator des Projekts „Mittelstand 4.0 Südwestfalen“, Herrn Jürgen Burghardt.

 
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