Hohe Bedeutung: Olsberg will Schulsozialarbeit aufstocken

Hohe Bedeutung: Olsberg will Schulsozialarbeit aufstocken

Olsberg. Sie unterstützen junge Menschen bei Lebenskrisen in der Schule und in der Familie, helfen bei persönlichen Problemen und sind quasi „Lotsen“ für einen guten Weg ins Erwachsensein: Schulsozialarbeiter sind zu einem wichtigen Eckpfeiler im Schulalltag geworden. Am Hauptstandort Olsberg der Sekundarschule Olsberg-Bestwig soll die Schulsozialarbeit nun von einer halben auf eine ganze Stelle ausgeweitet werden. Für entsprechende Pläne hat der Ausschuss Bildung, Sport, Freizeit jetzt einstimmig grünes Licht gegeben.

Hintergrund: Schon seit vielen Jahren gibt es an der Hauptschule eine halbe Stelle für die Schulsozialarbeit. Sie wurde vom Land NRW eingerichtet und wird auch aus Düsseldorf finanziert. Sowohl bei Schülerinnen und Schülern wie auch bei Eltern und im Lehrerkollegium wird die Tätigkeit der Schulsozialarbeiterin sehr geschätzt. Bereits seit längerem fordern Sekundar-, Haupt- und Realschule eine Aufstockung. Der Grund: Die Aufgabenbereiche der Schulsozialarbeit wachsen.

Eine Ursache: Die Inklusion. Junge Menschen mit und ohne Behinderung werden gemeinsam unterrichtet. Für den Schulalltag ist das mitunter eine Herausforderung, bei der die Schulsozialarbeit direkt „an der Basis“ Unterstützung leistet. Das gilt auch für die Integration von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien, deren Zahl deutlich gestiegen ist. „Und es gibt auch sonst immer mehr Kinder, die besondere Bedarfe haben“, weiß Elisabeth Nieder, die Allgemeine Vertreterin von Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Schon seit längerer Zeit hat die Stadt Olsberg deshalb Gespräche mit der Bezirksregierung in Arnsberg geführt. Allerdings: Keins der aktuellen Förderprogramme „passte“ auf die Bedürfnisse in Olsberg. Jetzt könnte die Schulsozialarbeit am Olsberger Schulzentrum unter bestimmten Voraussetzungen auf eine volle Stelle aufgestockt werden. Eine davon: Für den Anteil einer Viertelstelle muss sich die Stadt Olsberg finanziell beteiligen - mit Kosten von etwa 16.000 bis 20.000 Euro jährlich. „Das halten wir aber für dringend erforderlich“, so Elisabeth Nieder.

Dem schlossen sich auch die Ausschussmitglieder einstimmig an. Vorsitzender Rudolf Przygoda: „Wir wissen um die Bedeutung der Schulsozialarbeit.“ Einstimmig beauftragten die Ausschussmitglieder die Stadtverwaltung, bei der Bezirksregierung einen entsprechenden Antrag zu stellen, eine Vereinbarung über die Regelung abzuschließen und auch die nötigen Haushaltsmittel bereitzustellen. Ein wichtiger Schritt, so das Fazit von Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Die Ausweitung der Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Baustein für den Schulstandort Olsberg.“

 
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