Anerkennungsurkunden für Brilon und Olsberg

Anerkennungsurkunden für Brilon und Olsberg

Brilon und Olsberg sind seit heute (15.12.2016) staatlich anerkannte Kneipp-Heilbäder und dürfen künftig die Bezeichnung Bad Brilon und Bad Olsberg führen. Regierungspräsidentin Diana Ewert hat den Bürgermeistern der beiden Nachbarkommunen Dr. Christof Bartsch (Brilon) und  Wolfgang Fischer (Olsberg) die Anerkennungsurkunden überreicht.

 Im Rahmen einer Feierstunde betonte die Arnsberger Regierungspräsidentin, den Ausnahmecharakter dieser Auszeichnung. Schließlich ist es inzwischen über 40 Jahre her, dass mit Bad Fredeburg ein Ort im Regierungsbezirk Arnsberg als Kneipp-Heilbad anerkannt wurde.

 Sie verwies bei der Übergabe der Urkunden auf die Bedeutung des gesundheitsorientierten Tourismus für Südwestfalen:

„Hier in Südwestfalen wurde in den letzten Jahren in die touristische Infrastruktur insgesamt und in den gesundheitsorientierten Tourismus erheblich investiert. Diverse Themenwander- und -radwege sind entstanden. Zahlreiche Finanzmittel sind  in die Infrastruktur für den Wintersport geflossen. Im Rahmen der REGIONALE 2013 wurden die vier Sauerländer Seen durch Modernisierung der Uferpromenaden etc. zu attraktiven Ausflugszielen weiterentwickelt.

Von diesem vielfältigen Angebot profitieren die Kur- und Erholungsorte gegenseitig. Fast alle Orte liegen in der Soester Börde und im oder am Rothaargebirge und damit räumlich dicht beieinander. Man könnte also von "Südwestfalen, der Qualitätsregion der Kur- und Erholungsorte" oder der "Gesundregion Südwestfalen" sprechen“.

Für Wolfgang Fischer, Bürgermeister der Stadt Olsberg, ist die Zertifizierung als Kneipp-Heilbad der Beleg, dass man die bewährten Lehren des „Gesundheitspfarrers“ Sebastian Kneipp durchaus zeitgemäß und modern umsetzen könne. Dies schaffe attraktive Rahmenbedingungen nicht nur für den Tourismus, „sondern auch und vor allem für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.“ „Mit der Zertifizierung als Kneipp-Heilbad machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in unserer gesundheitstouristischen Ausrichtung. Wir verstehen diese Auszeichnung weniger als Lohn für bereits Geleistetes, sondern als Verpflichtung auf die Zukunft hin“, so Dr. Christof Bartsch, Bürgermeister der Stadt Brilon. Es gelte, dem Kneipp’schen Gedanken sowohl als Tourismus-, als auch als Gesundheitsstandort mehr und mehr Raum zu geben und dabei beide Aspekte eng miteinander zu verknüpfen: „Dabei werden wir auf das Miteinander mit  verschiedenen Partnern vor Ort, die uns auch bis hierher begleitet haben, weiter angewiesen sein.“

Neben dem Nachweis für eine zeitgemäße, angebotsorientierte, vielfältige und leistungsfähige Infrastruktur für gesundheitliche und touristische Aktivitäten, müssen Kneipp-Heilbäder belegen, dass sie seit 10 Jahren unbeanstandet das Prädikat "Kneipp-Kurort" geführt haben. Olsberg erhielt dieses Prädikat 1975, Brilon folgte im Jahr 2000. Eine entsprechende Überprüfung durch die Bezirksregierung mit sehr positivem Ergebnis fand 2012 statt.

Zwischenzeitlich haben die beiden Städte im Hochsauerlandkreis zahlreiche Investitionen in die zukunftsorientierte und ansprechende Gestaltung der Infrastruktur, z.T. mit erheblicher Unterstützung durch Förderbescheide der Bezirksregierung, getätigt z.B. für den Kurpark Brilon, für den Umbau des Heimes des Sozialverbandes Deutschland, Brilon, (SoVD), das Freizeitbad AQUA Olsberg, sowie für den Kurpark und die Innenstadt Olsberg.

Wichtig war es Regierungspräsidentin Ewert bei der Übergabe der Urkunden den zahlreichen Unterstützern des Projektes „Kneipp-Heilbäder“, die zum Erfolg des Projektes  beigetragen haben, zu danken. Dazu zählen die Räte und Verwaltungen, die den Weg zur Anerkennung als Kneipp-Heilbad beschritten haben, die Beschäftigten, die in den Kliniken und Gesundheitseinrichtungen, in Hotels und Pensionen arbeiten, und zum Wohl und zur Zufriedenheit der Patienten und Gäste beitragen und alle ehrenamtlich Engagierten, die mit ihren Aktivitäten als Wanderführer, Kneipp-Animateure, Kräuterfeen oder Trainer vieles erst ermöglichen und mit Leben füllen.

Damit sich die beiden neuen Kneipp-Heilbäder für ihre weitere Entwicklung gut positionieren können, ist das touristische Vernetzungsprojekt „Gesundheitsmanagement für Brilon und Olsberg“  ins Leben gerufen worden. Das Projekt wird mit Landesmitteln in Höhe von 194.600 Euro gefördert. Die Regierungspräsidentin konnte den Förderbescheid im Rahmen der Urkundenübergabe ebenfalls an die Bürgermeister übermitteln.

Die neugeschaffene Koordinations- und Managementstelle, soll für die beiden neuen Kneippheilbäder als übergeordneter Ansprechpartner für die lokalen Akteure fungieren und die gesundheitstouristischen Potenziale und die vorhandenen Ressourcen beider Orte zusammenführen.

 
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