Freizeit, Gesundheit, Erleben: Stadt Olsberg informiert Bürger über Kneipp-Erlebnispark

Freizeit, Gesundheit, Erleben: Stadt Olsberg informiert Bürger über Kneipp-Erlebnispark

Kneipperlebnispark
Die Konzepte zum Kneipp-Erlebnispark stießen auf reges Interesse - zudem sind die Pläne aktuell im Olsberger Rathaus ausgestellt.

Olsberg. Der Kneipp-Erlebnispark in Olsberg und Bigge soll künftig neue Möglichkeiten für Freizeit, Gesundheit und Erleben eröffnen. Deshalb hat die Stadt Olsberg jetzt den aktuellen Planungsstand mit denjenigen diskutiert, die die Anlagen in Zukunft nutzen werden – den Bürgerinnen und Bürgern. Und die Bürger-Information im Rathaus sollte auch dazu dienen, Anregungen und Vorschläge der Einwohnerschaft in die Planungen einzubeziehen.

Hintergrund: Mit dem Kneipp-Erlebnispark werden die innerstädtischen Grünanlagen verbunden, modernisiert und zu modernen Orten mit hoher Aufenthalts- und Freizeitqualität weiterentwickelt. Mit insgesamt 2,1 Euro Millionen an Kosten rechnet die Stadt Olsberg für das Großprojekt – 80 Prozent davon werden aus EU-Mitteln gefördert. Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Das ist ein ordentlicher Batzen.“

Ernst Bauermann vom Büro RiehlBauermann Landschaftsarchitekten stellte den aktuellen Stand der Entwurfsplanungen vor. Am Haus des Gastes zum Beispiel soll ein Platz für Kommunikation entstehen, der die Grundgedanken in den Lehren des „Gesundheitspfarrers Sebastian Kneipp“ modern in Szene setzt – mit einem Info-Point und einem Armbecken, aber auch fünf Stelen, die für die fünf Säulen in den Lehren Kneipps stehen. Zum östlichen Bereich des Generationenparks führt eine breite Treppenanlage, die ebenso zum Verweilen und Ausruhen einlädt.

Zum „Olsberg-Eck“ wollen die Planer die Landschaftsspitze im Mündungsbereich des Gierskoppbachs in die Ruhr ausbauen: „Das ist ein besonderer Ort“, so Ernst Bauermann. Die beiden Brücken, die von Nord- und Südseite zusammentreffen, sollen zu einem Platz geöffnet werden, von dem aus über eine Treppenanlage das Wasser erreicht werden kann. Bauermann: „Ein idealer Ort, um Wasser erlebbar zu machen.“

Der „Lernort Kneipp“ könnte dort angelegt werden, wo früher in etwa der Minigolfplatz war. Hinter einer Liegewiese sollen entsprechend der Kneippschen Säulen Kräuter und Ernährung im vorderen Bereich Kräuterbeete angelegt werden – zum Teil in Hochbeeten, die von Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, auch unterfahren werden können. Ein Pavillon könnte zum Ausgangspunkt für Führungen werden. Weiter führt der Weg in den hinteren Bereich der Anlage wo – symmetrisch angeordnet – Bäume mit alten Obstsorten wachsen sollen. Wichtig, so Ernst Bauermann: „Alles wird gut einsehbar sein – es entstehen keine Angsträume.“

Besonders wichtig: Der Kneipp-Park Dr. Grüne, der im Konzept des Kneipp-Erlebnisparks für „Balance und Wasser“ steht. Ein kleiner Platz soll – von der Westseite kommend – das Gelände öffnen und an einen Teich angrenzen, der vom Wasser aus der Gierskopp gespeist wird. Abgetrennt davon könnte ein neues Tretbecken angelegt werden; ein Gehweg soll durch den historischen Baumbestand des Parks führen. Ruhe und Entspannung stehen dort im Mittelpunkt, erläuterte Ernst Bauermann – gleichzeitig sei der Park gut einsehbar, so dass auch eine soziale Kontrolle gewährleistet sei.

Da der Teich aus dem Wasser der Gierskopp gespeist werde, könnte nicht ausgeschlossen werden, dass er im Sommer auch mal trocken falle, erläuterte der Planer – da der angrenzende Abwasserkanal auf einer Länge von mehreren hundert Meter saniert worden sei und nun kein Fremdwasser mehr über ihn ablaufe, werde es aber deutlich seltener als früher vorkommen, dass die Gierskopp austrockne, ergänzte Bürgermeister Fischer. Ebenso sollen in dem Bereich Möglichkeiten entstehen, Fahrräder gesichert abzustellen – die Radwege-Beziehungen insgesamt könnten neu ausgeschildert werden.

Ein besonderer Akzent könnte zudem im Bereich der Bigger Ruhrauen gesetzt werden, wo eine 28 Meter lange bogenförmige Brücke zum westlichen Wendepunkt des Kneipp-Aktivweges werden soll, der die einzelnen Stationen verbindet. Das Geländer aus Palisadenelementen soll mit schmalen Blickdurchlässen die Aufmerksamkeit fokussieren, so Horst Peseke vom Ingenieurbüro Bollinger und Grohmann. In westlicher Richtung – also quasi der „Außenseite“ des Bogens – könnten die Palisaden eine Höhe von bis zu 2,20 Meter erreichen. Auf der Ostseite – in Blickrichtung Ruhrauen und Bigge – sollen die Palisaden dagegen nur 65 Zentimeter hoch sein. Aufgesetzt werden könnte eine 35 Zentimeter hohe gebogene Acrylglasscheibe. Sie soll in bestimmten Bereichen  mit den Abbildungen von Tier- und Pflanzenarten bedruckt werden, die in den Ruhrauen vorkommen.

Von den rund 30 Bürgerinnen und Bürgern gab es zahlreiche Anregungen. Eine davon: Die Palisaden-Höhe von 2,20 Meter für die Brücke solle geprüft werden - möglicherweise könnte sie den Blick von einem beliebten Aussichtspunkt aus Richtung Bigge versperren. Bürgermeister Fischer sagte eine Überprüfung zu. Auch andere Anregungen sollen in die Planungen einfließen – eine abschließende Entscheidung, „was in welcher Form wo umgesetzt wird“, sei dann Sache des Rates, so Wolfgang Fischer.

Ausgestellt sind die Entwurfsplanungen zum Kneipp-Erlebnispark zudem im Olsberger Rathaus – hier können sich Interessierte während der üblichen Öffnungszeiten informieren. Zu sehen sind die Pläne zudem unter www.olsberg.de im Internet.

 

 

 
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