Gierskoppbach hat ein Stück Natur zurückbekommen

Gierskopp
Überaus angetan zeigten sich die Mitglieder der Olsberger Baukommission vom renaturierten Giers-koppbach im Bereich des Kurparks Dr. Grüne. Die entsprechenden Arbeiten sind jetzt beendet worden.

Olsberg. Fast schon gemächlich schlängelt sich der Gierskoppbach durch den Kurpark Dr. Grüne, umspült kleine Inseln und Ufervorsprünge. Die neu angelegte Uferböschung wird allmählich grün; über einen kleinen Schotterweg geht es bis ans Gewässer. Die Gierskopp ist erlebbbarer geworden – und hat in den vergangenen Monaten ein riesiges Stück Natur zurückbekommen.

Die Arbeiten zur Renaturierung des rund 800 Meter langen Gewässerabschnitts zwischen der Fußgängerbrücke unterhalb der Firma Olsberg bis zur Mündung in die Ruhr an der Konzerthalle sind vor kurzem abgeschlossen worden. „Wir haben hier die natürlichen Voraussetzungen eines Auen-Gebirgsflusses nachgebildet“, erklärt Elmar Trippe, für Gewässerschutz zuständiger Mitarbeiter im Fachbereich Bürgerservice, öffentliche Ordnung, Soziales. Nun kann sicn der Nachlauf selbst weiterentwickeln – dabei ist ökologische Vielfalt angesagt: Kiesbänke werden sich verlagern, Uferbereiche verändern und so die unterschiedlichsten Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen.

Im Kurpark Dr. Grüne zeigten sich jetzt die Mitglieder der Olsberger Baukommission begeistert von den Ergebnissen der Renaturierung. „Hier ist nicht nur ein Gewässer ökologisch aufgewertet worden“, freut sich Bürgermeister Wolfgang Fischer, „auch der Kurpark insgesamt hat nochmals an Aufenthaltsqualität gewonnen.“ Im weiteren Oberlauf der Gierskopp sind zudem zwei Wehre entfernt worden, so dass der Bach nun auch für Wasserlebewesen in diesem Abschnitt komplett durchgängig ist. Aus Naturstein gestaltete Bänke laden entlang des neuen Fußweges zum Verweilen ein; auch Treppenanlagen im Uferbereich sind in Naturstein neu gestaltet werden. Elmar Trippe: „In naturnahen Bereichen ist Beton als Baustoff nicht mehr zulässig.“

Mit der Renaturierung der Gierskopp kommt die Stadt Olsberg einer gesetzlichen Verpflichtung aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie nach. Danach müssen spätestens bis zum Jahr 2027 Gewässer in einen ökologisch guten Zustand versetzt werden. Neben der Aufwertung des Bereiches für Mensch und Tier ist der Hochwasserschutz ein weiterer positiver Aspekt – Elmar Trippe: „Wir schaffen zusätzliche Retentionsbereiche“ – also Gebiete, die größere Wassermengen aufnehmen können.

Nichts zu tun hat die Renaturierung übrigens mit den Planungen zum Kneipp-Erlebnispark, mit dem die innerstädtischen Grünanlagen – auch Bereiche des Kurparks Dr. Grüne - umgestaltet werden. Hier laufen aktuell noch die Planungen – erste Außen-Arbeiten werden voraussichtlich zum Jahresende starten.

Die Kosten für die Renaturierung der Gierskopp liegen bei rund 380.000 Euro. 90 Prozent dieser Summe stammen aus Fördermitteln des Landes NRW; der zehnprozentige städtische Eigenanteil kann durch den Verkauf so genannter Öko-Punkte refinanziert werden. Wolfgang Fischer: „Für die Stadt Olsberg ist die Maßnahme somit nahezu kostenneutral – und ein Gewinn für die Stadt ist sie sowieso.“

 
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