"Menschen ins Gespräch bringen": Klaus-Peter Körner neuer stellvertretender Schiedsmann für Stadt Olsberg

Schiedsmann
Klaus-Peter Körner (li.) ist neuer stv. Schiedsmann für die Stadt Olsberg und löst damit Friederike Driller (2.v.li.) ab. Mit im Bild: (v.re.) Schiedsmann Richard Müller, Amtsgerichtsdirektor Hans-Werner Schwens und Richard Müller.

Olsberg. „Wenn Recht haben zur Rechthaberei wird, schlägt die Stunde des Schiedsmanns“, weiß Hans-Werner Schwens. „Friedensrichter“ nenne man dieses Ehrenamt in Sachsen, erläutert der Direktor des Amtsgerichtes Brilon: „Und das umschreibt die Aufgabe sehr gut.“ Denn es gehe darum, Menschen wieder ins Gespräch zu bringen und Lösungen zu finden, bevor es zu einem formalen Gerichtsverfahren kommt. An dieser Aufgabe wirkt nun Klaus-Peter Körner mit.

Hans-Werner Schwens nahm jetzt gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Fischer die Vereidigung und Amtseinführung von Klaus-Peter Körner als stellvertretender Schiedsmann für die Stadt Olsberg vor. Der Olsberger Stadtrat hatte zuvor Körner, der auch Ortsvorsteher in Brunskappel ist, in dieses Amt gewählt. Er löst Friederike Driller ab, die fünf Jahre lang als stv. Schiedsfrau tätig war – gemeinsam mit Schiedsmann Richard Müller, der die Fälle stets eng mit ihr abgestimmt hatte.

Schiedsleute nehmen eine enorm wichtige Aufgabe wahr, unterstrich Hans-Werner Schwens. Zum einen entlasteten sie durch ihre Arbeit Justiz und Gerichte. Und zum anderen ermöglichten sie den Bürgerinnen und Bürgern, Konflikte auch ohne Gerichtsurteil zu lösen. Bei bestimmten Delikten wie etwa Beleidigungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Bedrohung oder Verletzung des Briefgeheimnisses schreibt das Gesetz vor, vor einer Klage bei Gericht durch einen Besuch beim Schiedsmann einen Schlichtungsversuch zu unternehmen. Schiedsleute bringen Menschen nach einem Konflikt wieder an einen Tisch und versuchen, im wahrsten Sinn des Wortes “schiedlich” eine Lösung zu finden – Hans-Werner Schwens: „Es ist immer besser, eine Vereinbarung auf Augenhöhe zu treffen.“

Beim Schiedsamt gehe es deshalb nicht in erster Linie um juristische Fachkenntnisse, sondern um den berühmten „gesunden Menschenverstand“, um Einfühlungsvermögen und auch Ortskenntnis, unterstreicht der Direktor des Briloner Amtsgerichts. Man habe ebenso mit „Pohlbürgern“ wie mit „Buiterlingen“ zu tun – „Menschen aller Couleur“ eben. Schon als Ortsvorsteher sei man immer auch Vermittler, so Klaus-Peter Körner. Es sei der beste Weg, mit den Leuten zu reden – darauf wolle er auch bei seiner neuen Aufgabe setzen.

Gleichzeitig dankte Hans-Werner Schwens der scheidenden stv. Schiedsfrau Friederike Driller für ihr Engagement. Auch Bürgermeister Wolfgang Fischer freute sich über die Bereitschaft, sich in dieser Weise in die Gesellschaft einzubringen: „Der Einsatz als Schiedsperson ist bürgerschaftliches Engagement in bestem Sinn.“ Weitere Informationen rund das Schiedsamt gibt auf der Internetseite der Stadt Olsberg unter www.olsberg.de in der Rubrik „Rathaus“.

 
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