"Wir in Olsberg": Bürgerstiftung schafft 250 Notfalldosen an - damit Retter noch schneller reagieren können

Notfalldose
250 Notfalldosen für Olsberg: Der Vorstand der Bürgerstiftung "Wir in Olsberg" mit Christina Evers, Bürgermeister Wolfgang Fischer (li.) und Timo Caspari.

Olsberg. Wenn Menschenleben in Gefahr sind, zählt für die Retter jede Sekunde. Um Informationen für die Lebensrettung kompakt und übersichtlich bereitzuhalten, gibt es die Notfalldose. Die Bürgerstiftung „Wir in Olsberg“ hat deshalb 250 Notfalldosen angeschafft.

Das Prinzip ist ebenso einfach wie effektiv: In der Notfalldose befindet sich ein Infoblatt, auf dem persönliche Daten, Vorerkrankungen, Medikamente, aber auch Hausarzt, Angehörige und weitere Infos vermerkt werden können. „Nicht jedem gelingt es, in einer Notfallsituation Angaben zum Gesundheitszustand und anderen wichtigen Details zu machen“, weiß Christina Evers, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung. Vom Stress in einer Extremsituation bis hin zur Bewusstlosigkeit sind viele Szenarien denkbar: „Mit einer Notfalldose haben die Rettungskräfte sofort alle wichtigen Informationen auf einen Blick – und sie können noch besser und schneller auf eine Notfallsituation reagieren.“

Aufbewahrt wird die Notfalldose – gut sichtbar – in der Innentüre des Kühlschranks. „Einen Kühlschrank hat jeder“, so Bürgermeister Wolfgang Fischer, 2. Vorsitzender der Bürgerstiftung, „so hat die Notfalldose einen festen, bekannten Ort und kann in jedem Haushalt einfach gefunden werden.“ Aufkleber an der Innenseite der Eingangstür sowie auf dem Kühlschrank informieren die Rettungskräfte, dass eine Notfalldose vorhanden ist. Nachdem das Prinzip in vielen anderen Staaten bereits etabliert ist, wird es auch in Deutschland mittlerweile immer bekannter.

Die Bürgerstiftung „Wir in Olsberg“ hat 250 dieser Notfalldosen angeschafft. Ab dem 1. Oktober werden sie im Bürgerservice des Olsberger Rathauses an betroffene Personengruppen kostenlos abgegeben. Christina Evers: „Besonders empfehlenswert ist eine Notfalldose für allein lebende Menschen, Senioren, Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen – wie etwa Diabetes.“

Dabei ist die Notfalldose nicht nur eine Unterstützung für Menschen in Notlagen und Rettungskräfte, weiß Christina Evers: Auch Angehörige, Freunde und Bekannte sind in einer Notfallsituation unter Stress und reagieren mitunter ganz unterschiedlich – „wenn alle Informationen in einer Notfalldose zusammengefasst sind, kann das auch für sie zu einer großen Hilfe werden.“

 
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