Viel Engagement, aber komplizierte Verfahren: Breitbandausbau im Stadtgebiet Olsberg geht voran

Olsberg. Der Zugang zur „Datenautobahn“  ist für Bürger wie Unternehmen gleichermaßen schon lange kein Luxus mehr, sondern ein wichtiger Standortfaktor. Die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen informierten sich jetzt über den aktuellen Sachstand zum Breitbandausbau im Olsberger Stadtgebiet.

Der Ausbau des eigentlichen Glasfasernetzes erfolgt nicht durch die Stadt Olsberg, sondern durch die Telekommunikationsunternehmen, die entsprechende Aufträge an Fachunternehmen vergeben, unterstreicht Thomas Rösen vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung. Die Stadt Olsberg unterstützt durch die Beteiligung an Förderprogrammen und im Dialog mit weiteren Beteiligten – zum Beispiel der Breitbandkoordinierungsstelle des HSK – diesen Prozess.

Nachdem die nötigen technischen Arbeiten vor dem Abschluss stehen, sollen – wenn auch die so genannte Vectoring-Technik installiert ist - über das Netz der Firma Telnet (Westnetz) im Frühjahr 2019 für große Teile von Bigge und Antfeld betriebsbereite Breitband-Anschlüsse zur Verfügung stehen. Für die Versorgung von Olsberg und den Bereich Gierskopp hat die Verlegung von Leerrohren für das Glasfaserkabel bereits begonnen. Nach Aussage von Telnet sollen hier von Mitte bis Ende 2019 Breitbandanschlüsse verfügbar sein, so Thomas Rösen. Insbesondere leiste dabei die überregional tätige Olsberger Fachfirma Müller hervorragende Arbeit – bei der Abstimmung mit der Stadt Olsberg ebenso wie bei der Leitungsverlegung und Oberflächenwiederherstellung. Für Elleringhausen und Wulmeringhausen sind die Arbeiten zur Leitungsverlegung für das Jahr 2019 vorgesehen – voraussichtlich Anfang 2020 könnten dann die Breitbandanschlüsse verfügbar sein.

Auch in Helmeringhausen werde auf eine Verbesserung der Versorgung gedrängt, so Thomas Rösen. Allerdings: Weil es hier ein Netz der Firma Unitymedia gebe, greifen Förderprogramme nicht. Die Stadt Olsberg unterstützt die Aktivitäten der Helmeringhauser Bürger, zukünftig für Telekommunikationsanbieter wirtschaftlich tragfähige Ausbauvoraussetzungen zu schaffen - ein Lösungsansatz könnte dabei ein kombinierter Gasnetz- und Breitbandausbau sein.

Bis Ende 2019 soll dann auch das Gewerbegebiet Assinghausen seine „Zufahrt zum Daten-Highway“ haben. Die Verzögerungen seien unerfreulich – aber sie seien vor allem dem rechtlich komplizierten und langwierigen Vergabeverfahren geschuldet. Ende 2018 hat der HSK nun den Auftrag vergeben – vor der baulichen Ausführung müssen nun aber immer noch Abstimmungsprozesse mit dem Fördergeber und der Bundesnetzagentur vorgenommen werden.

Für einen weiteren Förderantrag zum weiteren Breitbandausbau hat die Stadt Olsberg dem HSK die Gewerbegebiete Bigge Ost, Hohler Morgen und Bruchhausen sowie weitere rund 50 Gebäude im Außenbereich gemeldet. Der Förderantrag durch den HSK werde in Kürze erfolgen, so Thomas Rösen – bei einem „Zuschlag“ sei aber frühestens 2021 oder 2022 mit einem Ausbau zu rechnen.

Generell seien Aussagen zur baulichen Umsetzung schwierig – aufgrund der komplexen Verfahren sowie teilweise auch fehlender Personal- und Planungsressourcen bei den Beteiligten könne man kaum sichere Prognosen treffen. Thomas Rösen: „Die Ankündigungen der Bundes- und Landespolitik zu einem schnelleren Breitbandausbau weichen von der tatsächlichen Ausbaurealität vor Ort weit ab.“ Letztlich gehe es aber auch um ein Stück Zukunftsfähigkeit für Olsberg, ergänzt Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Breitband ist heute ein so wichtiger Versorgungsbestandteil wie etwa Gas oder Strom.“

 
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