Hauptprüfung: Rund zwei Drittel der Brücken "sehr gut" bis "befriedigend"

Olsberg. Insgesamt 69 Brücken in städtischem Eigentum gibt es im Olsberger Stadtgebiet – vom Bauwerk in einem Wirtschaftsweg bis hin zur innerstädtischen Verbindung. Alle sechs Jahre werden sie in der so genannten „Brückenhauptprüfung“ genau unter die Lupe genommen.Jetzt stellte Kim Burkamp vom Mescheder Ingenieurbüro Sander den Mitgliedern des Ausschusses Planen und Bauen die Ergebnisse der jüngsten Untersuchung vor.

Das Fazit: 41 Brücken befinden sich in einem Zustand, der mit den Noten „sehr gut“ bis „befriedigend“ bewertet wird; 20 werden in den Kategorien „ausreichend“ und „nicht ausreichend“ eingeordnet, drei als „ungenügend“. Allerdings: Bauliche Maßnahmen seien – wie an jedem Bauwerk – in Abständen immer auch an Brücken notwendig, unterstrich Kim Burkamp. Die Bewertung helfe dabei, deren Dringlichkeit einzuschätzen. Denn insbesondere ab der Note „befriedigend“ könne die Dauerhaftigkeit der Brücken leiden, wenn Schäden mittel- oder langfristig nicht beseitigt werden.

Bedarf für einen Ersatzneubau oder eine grundhafte Instandsetzung sieht die Brücken-Expertin in den kommenden fünf Jahren bei fünf Bauwerken: Bei der Brücke „Grimmestraße“ in Assinghausen müssen Flügelwände gesichert und der Überbau erneuert werden. Bereits gesperrt für Fahrzeuge ist die Brücke über den Medebach im Gewerbegebiet Bruchhausen. Sollte hier keine andere Wegeführung gefunden werden, müsse wohl oder übel ein Ersatzneubau her, empfahl Kim Burkamp – eine Komplettsanierung der Brücke sei wirtschaftlich nicht sinnvoll. Gleiches gilt auch für die Brücke über den Medebach in der „Lutterbecke“ in Bruchhausen. Die Fußgängerbrücke über die Ruhr am Wiemeringhauser Kindergarten soll weiter beobachtet werden – je nach dem Ergebnis weiterer Untersuchungen müsse dann der Überbau erneuert werden. Dies könne ebenso bei der Ruhrbrücke an der Kirche in Wiemeringhausen der Fall sein – auch hier seien aber zunächst weitere Untersuchungen notwendig.

Nicht mehr „zu retten“ gewesen sei auch die mittlerweile abgebaute hölzerne Fußgängerbrücke über die Ruhr bei Steinhelle, so die Expertin. Gleichwohl strebe man hier einen Ersatzneubau in Stahlbauweise an, betonte Bürgermeister Wolfgang Fischer. Es habe zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung gegeben, dass die Brücke „absolut notwendig“ sei; und auch bei einem Termin mit den beteiligten Fachbehörden im Januar habe es keine Bedenken gegen einen Neubau gegeben. Allerdings: Für ein solche Vorhaben stehen im Jahr 2019 keine Mittel im Stadthaushalt bereit, so der Bürgermeister – man werde aber versuchen, in diesem Jahr zumindest eine Vorplanung auf den Weg zu bringen. Klar sei aber, dass ein Neubau in Stahlbauweise erfolgen müsse – wegen der schattigen Lage und der Feuchtigkeit sei Holz an dieser Stelle nicht sinnvoll.

Kosten für die nötigen Baumaßnahmen an den Brücken stehen noch nicht fest. Da die Preise für solche Arbeiten stark schwanken, könne man Kosten lediglich für die Maßnahmen eines Jahres seriös kalkulieren, unterstrich Kim Burkamp. Klar sei aber auch, dass man bei allen Lösungen rund um die betroffenen Brücken einen engen Dialog mit Anliegern und Nutzern führen werde, so Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung: „Hier gilt es, stets im Einzelfall den richtigen Weg für das Vorgehen zu finden.“

 
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