Neues Netzwerk für bürgerschaftliche Hilfen wächst: Bürgerhilfe Olsberg stellt sich vor

Olsberg. Gemeinsam geht es besser – dieser Leitgedanke steckt hinter dem Projekt „Bürgerhilfe Olsberg“. Bürgerinnen und Bürger, die kleine Hilfen bei Alltagsdingen benötigen, werden dabei mit Menschen zusammengebracht, die Unterstützung leisten wollen. „Das Netzwerk wächst“, konnte jetzt Projektleiterin Johanna Mund den Mitgliedern des Ausschusses Ordnung und Soziales berichten, „wir knüpfen Kontakte in allen Ortsteilen.“

Im vergangenen Jahr wurde die „Bürgerhilfe Olsberg“ von den Projektpartnern Josefsheim gGmbH, Bürgerstiftung „Wir in Olsberg“ und Stadt Olsberg ins Leben gerufen – mit Unterstützung der LEADER-Region Hochsauerland, die 65 Prozent der Projekt-Kosten aus Fördermitteln der EU beisteuert. Das Ziel der Bürgerhilfe: „Wir wollen ein ehrenamtliches, nachhaltiges Netzwerk von und für Bürger oder Vereine der Stadt Olsberg sowie den zugehörigen Ortsteilen aufbauen“, so Johanna Mund – nicht als Konkurrenz zu gewerblichen Anbietern, sondern als kleine Unterstützung im Alltag. Auch das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen solle keinesfalls ersetzt werden: „Ziel ist es, zu unterstützen.“

Denn es gehe um niederschwellige Dienstleitungen: Hilfe bei Behördengängen oder im Haushalt kann ebenso dabei sein wie zum Beispiel Unterstützung beim Rasenmähen. Insbesondere Menschen, die keinen Pflegegrad haben, können so profitieren. Es habe auch schon Anfragen für Renovierungen gegeben, berichtete die Projektleiterin – dies aber habe man abgelehnt: „Es übersteigt die ehrenamtliche Basis.“

Gerade das ehrenamtliche Engagement soll für die Bürgerhilfe Olsberg zum Fundament werden. Eine zentrale internetbasierte Datenbank, in der Angebote, Kompetenzen und eben andererseits Gesuche gespeichert werden, soll eine passgenaue Vermittlung ermöglichen. Menschen oder Vereine, die Unterstützung benötigen, registrieren sich mit einem individuellen Gesuch und der Art der ehrenamtlichen Hilfe – über die Homepage der Bürgerhilfe wird das Gesuch ausgeschrieben und interessierte Ehrenamtler werden vermittelt. Wichtig: „Die Hilfe soll schnell und unbürokratisch sein“, so Johanna Mund – es gehe darum, generationsübergreifende, nachbarschaftliche Netzwerke zu schaffen.

Für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren gibt es zudem die Möglichkeit, in der „Taschengeldbörse“ einen kleinen Obulus für persönlichen Einsatz zu erhalten. Mindestens fünf Euro je Stunde seien empfohlen, erläuterte Johanna Mund – im Gegenzug für einfache, unregelmäßige Tätigkeiten. Auch eine Bescheinigung über erbrachte Tätigkeiten sei möglich: „So etwas macht sich dann bei Bewerbungen gut im Lebenslauf.“ Johanna Mund: „Wir möchten insbesondere junge Menschen für das Ehrenamt motivieren.“

Johanna Mund lädt Interessierte ein, sich im Büro der Bürgerhilfe (Ruhrufer 15) über das Projekt und seine Möglichkeiten selbst zu informieren. Die Bürgerhilfe könne zum Baustein werden, den demographischen Wandel zu gestalten: „Wir wollen auch die soziale Teilhabe und die Lebensqualität insbesondere älterer Bürger verbessern.“ Weitere Infos gibt es auch unter www.buergerhilfe-olsberg.de im Internet.

 
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